Terroristen brauchen keine Routen

Ich denke, völlig zu Recht sagen zu dürfen, dass Terroristen keine Flüchtlingsströme und Routen benötigen, um Terroranschläge bei uns zu begehen. Zum einen finden Terrororganisationen immer einen Weg Attentäter in unsere Länder einzuschleusen und zum anderen: auch bei den jüngsten Anschlägen in Frankreich waren – so viel steht jetzt schon fest – die meisten Attentäter EU-Bürger. Das instrumentalisierte Argument, mit einer anderen Flüchtlingspolitik würden Terroristen nicht in unser Land gelangen, ist damit widerlegt.

Daesh-IS

Der Zulauf zu den rechten Parteien hat leider auch seine Ursache darin, dass viele den etablierten Parteien keinen Glauben mehr schenken mögen. Umso wichtiger ist es, die Probleme offen zu benennen. Gleichwohl muss man sich darüber im Klaren sein, dass es zu Problemen im Zusammenhang mit den Flüchtlingen kommen wird, wenn es nicht gelingt diese zu integrieren. Denn die Anschläge in Frankreich zeigen, dass es die 2. und 3. Generation der eingewanderten Menschen sind, die sich dem Terror zuwenden. Die Flüchtlinge schaffen also die Basis für späteren Terror, wenn es nicht gelingt diese Menschen in unsere Gesellschaft einzubinden.

Und hiervor haben viele Menschen Angst. Sie trauen unserer Gesellschaft diese Integrationsleistung nicht zu; denn Integration muss erzwungen werden. Und hier hat unsere Gesellschaft in der Vergangenheit nur allzu häufig versagt. Tatsächlich fehlt es auch zurzeit an gesellschaftlichen Vorstellungen, wie wir Integrationsleistungen einfordern möchten. Eine Diskussion hierüber könnte aber aufzeigen, dass unsere Gesellschaft reifer geworden ist und falsch verstandene religiöse Toleranz auf Kosten liberaler Grundwerte nicht duldet.

Religionsfreiheit darf nicht höher stehen als Meinungsfreiheit. Richtet sich die Meinung gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung, entzieht das GG dieser Meinung den Schutz. Gleiches muss auch für die Religionsausübung gelten; vor allem in einer Gesellschaft mit mehreren Glaubensbekenntnissen. Wenn man zu diesem gesellschaftlichen Konsens gelänge, Integrationsleistungen konsequent einzufordern, könnte man viel Vertrauen zurückgewinnen und vielen Menschen eine Alternative zum rechten Lager anbieten.

 

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Veröffentlicht von

Ostfrieslanduwe

Bevor man dann unter den Torf kommt, erlebt man einiges im Leben

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