AfD hofft bei Bundestagswahl auf 20 Prozent

Für Frauke Petry bieten diese Tage allerhand Premieren. Am Freitagabend war sie zum ersten Mal als AfD-Parteichefin am Bundespresseball im Berliner Hotel Adlon. Der wird zwar von den deutschen Hauptstadtjournalisten organisiert, der „Lügenpresse“ also, die Petry selbst nun als „Pinocchio-Presse“ bezeichnet. Aber das tat der Feierlaune keinen Abbruch. Mitgebracht hatte Petry ihren neuen Lebensgefährten, den nordrhein-westfälischen AfD-Chef Marcus Pretzell. Das ist jener AfD-Politiker, der sich zur Not auch den Gebrauch von Waffen gegen Flüchtlinge an den deutschen Grenzen vorstellen kann. Es wurde viel getuschelt, schließlich hat Petry zuvor den Vater ihrer vier Kinder verlassen. Und sie hat auch versucht, Pretzell in den Bundesvorstand zu kooptieren.

AFD

Heute eilte Petry dann nach Hannover, zum Bundesparteitag der AfD. Und dort konnte sie vor den Delegierten schon wieder eine Premiere vermelden: „Es ist der erste Parteitag, den wir in großer Einigkeit organisiert haben.“ Jubel, Applaus, zustimmendes Nicken. Petry hatte sich Anfang Juli auf einem äußerst hitzigen Parteitag in Essen – quasi im Showdown – gegen den damaligen Parteichef und Parteigründer Bernd Lucke durchgesetzt.

Die Stimmung ist gut im Congress Centrum von Hannover. Im Sommer lag die AfD nur noch bei drei Prozent, jetzt wird sie in Umfragen bundesweit bei zehn Prozent gesehen. Und Petry will noch mehr: „Wir haben ein Potenzial von 20 Prozent“, ruft sie den Delegierten zu. Derlei Selbstbewusstsein hatte zuvor auch schon ihr Co-Chef Jörg Meuthen gezeigt und erklärt, bei der Bundestagswahl 2017 könne die AfD durchaus auf ein zweistelliges Ergebnis kommen.

Petry hat jetzt Kanzlerin Angela Merkel im Visier.“74 Prozent der Deutschen sind für Asylobergrenzen. Sie werden nicht gehört, so wie bei den Euro-Rettungspaketen zu Griechenland.“ Denn Merkel habe „ihren Regierungsauftrag aufgegeben“. Sie habe erklärt, es nicht in der Hand zu haben, wie viele Flüchtlinge nach Deutschland kämen. „Frau Merkel, treten Sie zurück. Sie schaffen das!“ sagt Petry, und die Delegierten jubeln.

Doch Petry will nicht nur Chefin einer Oppositionspartei sein, „die immer nur Nein sagt“. Sie erklärt: „Die AfD benennt nicht nur Probleme, sie bietet auch Lösungen.“ Diese sehen so aus: Kontrollen an allen deutschen Grenzen, Asylanträge dürfen nicht mehr in Deutschland gestellt werden, nur noch in deutschen Botschaften der Herkunftsländern gestellt werden. Zudem will Petry nur noch Sach- statt Geldleistungen für Flüchtlinge und Asylverfahren binnen 48 Stunden.

Fazit: Also immer schön deutsch bleiben. Was sind bitte die Interessen „des deutschen Volkes“? Meine Interessen vertreten die AfDler jedenfalls nicht und ich bin auch „Volk“! Was ich aber am meisten satt habe ist, dass ich bei jedem Artikel über die AfD immer höre und lese, dass nur die unteren Bildungsschichten sie wählen. Es gibt genug Akademiker die die AfD unterstützen oder glühende Anhänger sind. Das ganze hat nichts mit Bildung zu tun sondern es ist eine Lebenseinstellung wie man zu sich selbst und der Umwelt steht. Sind es nicht die Eliten in der Politik und der Wirtschaft die erst solche Parteien wie die AFD groß gemacht haben? Manager kassieren Millionen ab und der Arbeiter wird mit Lohnkürzungen oder Entlassungen abgestraft. Auch die politische Elite ist auch nicht gerade ein Vorbild für Hirn und Verstand.

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Veröffentlicht von

Ostfrieslanduwe

Bevor man dann unter den Torf kommt, erlebt man einiges im Leben

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