Klimagipfel 2015

Eine Megakonferenz mit mehr als 20.000 Teilnehmern, die das Klima retten wollen, aber selbst massenhaft Schadstoffe produzieren – kann das gutgehen? Immerhin zeugt der kaum je da gewesene Auflauf von 150 Staats- und Regierungschefs vom gemeinsamen Willen, das planetare Konferenzziel von maximal zwei Grad Temperaturzunahme bis 2099 zu erreichen. Die Ziele des Treffens in Paris sind derzeit eine schlichte Utopie. Sechs Jahre nach der gescheiterten Konferenz von Kopenhagen hat sich auch China zumindest verbal dieser kollektiven Dynamik angeschlossen. Erstmals überhaupt haben 183 von 195 Staaten – darunter alle wichtigen – nationale Klimamaßnahmen in Form von Selbstverprflichtungen schwarz auf weiß festgehalten. Das ist ein Fortschritt. Das Ziel bleibt jedoch in weiter Ferne.

Klimagipfel-2015

Es zu erreichen würde laut dem französischen Klimatologe Jean Jouzel voraussetzen, dass die Staatengemeinschaft bereit ist, 80 Prozent der Öl-, Gas- und Kohlereserven des Planeten schlicht im Boden ruhen zu lassen, also nicht zu fördern. Derzeit ist das noch eine schlichte Utopie. Selbst die zwei konkreten Konferenzziele werden zweifellos verfehlt werden: Die von der Uno schon 2009 geforderten 100 Milliarden Dollar für die globale Energiewende kommen, selbst wenn man großzügig rechnet, nicht zusammen. Und auch wenn das COP-21-Abkommen den politischen Druck auf die Klimasünder sicherlich erhöhen wird, fehlt das Entscheidende: die Verbindlichkeit, das heißt Durchsetzbarkeit des derzeit verhandelten Klimaabkommens. Sanktionen sind nämlich nicht vorgesehen. Das ist nach jetzigem Stand nicht einmal in dem alle fünf Jahre geplanten Revisions- und Kontrollverfahren der Fall. Die USA wollten das Abkommen deshalb auch nicht „Vertrag“ nennen. Wenigstens die Pariser Konferenz soll in zwei Wochen klimaneutral zu Ende gehen: COP-Organisator Frankreich hat versprochen, die Konferenzemissionen von 21.000 Tonnen CO2 – Umweltschützer rechnen mit zehn mal höheren Emissionen – zu „kompensieren“. Der Ausstoß von Treibhausgasen in Le Bourget (inklusive der Sonderflüge Barack Obamas und anderer) wird mit zertifizierten Emissionsreduktionen für nachhaltige Entwicklungsprojekte sozusagen „gekauft“. Damit ist das gute Gewissen der Konferenz gerettet. Das Klima noch nicht ganz.

Meinung: Beim Anblick allein der Brüsseler Lobbyisten-Armee und der undemokratischen Konstruktion der ganzen Veranstaltung dürften allerdings erhebliche Zweifel an den Realisierungschancen angebracht sein. Ich würde folgendes Projekt forschlagen, man wählt Politiker die nicht Konzerne unterstützen sondern die Bevölkerung. Danach harmonisiert man das System schrittweise, bis die Konzerne nach der Pfeife der Bevölkerung tanzen.

Ich hätte auch schon einen Namen für das Projekt,… Demokratie

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Veröffentlicht von

Ostfrieslanduwe

Bevor man dann unter den Torf kommt, erlebt man einiges im Leben

3 Gedanken zu „Klimagipfel 2015“

  1. Ja so ist das. Da reisen wieder eine Menge Leute von alln Himmelsrichtungen an einen Punkt und versuchen, eine X-Beliebige Angelegenheit, in diesem Falle den Klimawandel, auf einen Nenner zu bringen. Ich finde, schon der Name ist ein Hohn, denn mit der Beeinflussung des Klimas sind sie schon seit einer ganzen Reihe von Jahren zugange. Man muß sich zwangsläufig vielleicht auch mal mit Naturwissenschaft auseinandersetzen und die tatsächlichen
    Vorschungsergebnisse akzeptieren. Wenn ich nur an einige Experimente denke und an Aussagen und Voraussagen. Nee, also macht mal. Ich habe vergessen, wie der holändische Sänger hieß, der immer das Lied gesungen hat:
    „Feste Jungs, macht nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt……

    .

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