Bluttat von San Bernardino

Auf den Amoklauf von Farook und Malik möchte ich eigentlich nicht näher eingehen, die Medien sind voll davon wo auch erwähnt wird, dass die beiden seit zwei Jahren verheiratet waren und eine sechs Monate alte Tochter hatten. Mir geht es hier eigentlich um das immer wieder leidige Thema Waffen und Besitz.

Shooter

Mich wundert eigentlich nichts mehr was das Verhalten vieler US Bürger betrifft, einem Land und einer Gesellschaft die Gewalt verherrlicht und als Lösung für alles sieht. Ein Land das seit seiner Gründung quasi ununterbrochen in Kriege und Konflikte verstrickt ist, ein sehr militarisiertes Land, wo jeder Soldat ein Held ist. Wenn Diplomatie anstatt B2 Bomber eingesetzt werder (Stichwort Iran) gilt das als schwach und unamerikanisch. Daher ist es wenig verwundelich das diese Mischung regelmäßig explodiert.

Aber, ist wirklich in den USA das laxe Waffenrecht an den vielen Schusstoten schuld? Schließlich ist das Waffenrecht in zB Canada oder Österreich auch sehr liberal und trotzdem gibt es in diesen Ländern kaum Amok-Opfer. Ich würde meinen, die wahrheitsgemäße Antwort darauf ist eine 50:50 Antwort. Sicher ist es nicht nur das laxe Waffenrecht und drücken die vielen Amokläufe in den USA auch eine Verfaßtheit der dortigen Gesellschaft aus. Soll heißen: eine größere psychologische Tendenz vieler Amerikaner, durchzudrehen. Dem Grund sollte nachgegangen werden.

Aber ein 50% Anteil hat sicher auch das völlig unzureichende Waffenrecht. Das unterscheidet sich zwar stark von Bundesstaat zu Bundesstaat. Aber gerade dadurch sind strengere Gesetze im einen Bundesstaat wirkungslos, denn es kann ja Jeder sich die Waffe im liberaleren B.Staat kaufen.

Wie in jeder Diskussion, in der es um Waffen geht,´ist voraussehbar, dass die Waffenfreunde gleich reflexartig anspringen und so abgedroschene, wie falsche Argumente bringen. Wie z.Bsp. dieses, dass dann halt statt braven Bürgern legale Waffen Verbrecher illegale besitzen würden.

Faktum ist, dass eine Waffe, die dafür konstruiert und gebaut wurde, Menschen (oder Tiere) zu töten, ein gewaltiges Maß Verantwortung für Besitzer bedeutet. Und dass sie quasi ihrer Natur nicht „normale“ Gegenstände sind und jede verantwortungsvolle Regierung entsprechende Gesetze erlassen muß.

Wer das nicht einsieht, hat schon jedes Recht darauf verspielt, eine Waffe zu besitzen. (Und davon gibt es in Deutschland leider viel zuviele, die Waffen besitzen.)

Sage ich, als Waffenträger und Besitzer.

 

 

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Veröffentlicht von

Ostfrieslanduwe

Bevor man dann unter den Torf kommt, erlebt man einiges im Leben

Ein Gedanke zu „Bluttat von San Bernardino“

  1. Ich k o m m e n t i e r e lieber nicht, denn die Amis werden nie ihr Wildwestgehabe ablegen. Infolgedessen ist jeder scharf auf einen Revolver und möglichst dazu auch noch ein Gewehr. Und sie checken es auch nicht, daß man eine Verantwortung hat. Aber wer, frage ich, hat die heutzutage überhaupt noch. Die muß man suchen. Und wenn sie eine haben, dann werden sie madig und runter gemacht und wenn’s geht auch noch lächerlich. Diese ganze Welt ist inzwischen an der Grenze des erbärmlichen, zumindest in unserem Umfeld.

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