Israel – (s)ein auserwähltes Volk

Unter Utopios Message  fand ich diesen Beitrag, wo mir die Aussage 1. Israel – sein auserwähltes Volk ins auge fällt. Man kann und darf denke ich das falsch verstehen wenn es auf das Volk Israel fällt und ich halte das auch für falsch.

Gott offenbarte den Zweck und die Auswirkungen des abrahamischen Bundes, indem er sagte, dass durch Abraham der Same der Verheißung kommen werde; dieser Same werde das Tor seiner Feinde besitzen; Abrahams Same durch Isaak werde sehr groß an Zahl sein, ja für Menschen zu jener Zeit unzählbar; Abrahams Name werde groß gemacht werden; sein Same werde das Land der Verheißung besitzen; alle Familien der Erde würden sich durch seinen Samen segnen.

Diese Verheißungen erfüllten sich buchstäblich als Vorbild der größeren Erfüllung durch Christus. Paulus gibt weiteren Aufschluss über den symbolischen und prophetischen Charakter der Bundesbedingungen, indem er erklärt, Abraham, Sara, Isaak, Hagar und Ismael hätten Rollen in einem symbolischen Drama gespielt (Galater 4:21-31).
Der abrahamische Bund ist ein „Bund auf unabsehbare Zeit“. Seine Bedingungen erfordern, dass er bestehenbleibt, bis alle Feinde Gottes vernichtet und alle Familien der Erde gesegnet sein werden (1. Mose 17:7; 1. Korinther 15:23-26).

Da die Israeliten Jesus als Messias verwarfen, prophezeite er ihnen, sie würden selbst in kurzem verworfen werden. Er sagte: „Habt ihr nie in den Schriften gelesen: ‚Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Haupteckstein geworden. Von Gott aus ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen.‘? Darum sage ich euch: Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt“ (Matthäus 21:42, 43).
Mit der Gründung der Christenversammlung zu Pfingsten 33 u. Z. wurde aus Christi Nachfolgern die „Nation . . ., die dessen Früchte hervorbringt“. Von da an war diese Versammlung Gottes Mitteilungskanal. Damit man erkennen konnte, dass sich die göttliche Anerkennung auf sie verlagert hatte, versah Gott sie mit einem unverwechselbaren Kennzeichen: dem heiligen Geist (Apostelgeschichte Kap. 2).
Der Apostel Paulus bezeichnet diese neue christliche Nation als „das Israel Gottes“ (Galater 6:16). Petrus bezieht sich auf den Zweck ihrer Berufung, wenn er schreibt: „Ihr . . . seid ,ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten dessen weit und breit verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat“ (1. Petrus 2:9).

Die Vorstellung, dass eine Gruppe von Menschen, in diesem Fall  18 Millionen Juden, gegenüber einem autoritären höheren Wesen eine priviligierte Position habe, ist der Grundstoff aus dem Krieg, Elend, Vertreibung, Folter gemacht wird. Ebenso wie aus purem Egoismus.

 

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Veröffentlicht von

Ostfrieslanduwe

Bevor man dann unter den Torf kommt, erlebt man einiges im Leben

5 Gedanken zu „Israel – (s)ein auserwähltes Volk“

  1. Was du schreibst kann man so auch sehen.
    Es dürfte in weiten Teilen der Kirchengeschichte die vorherrschende
    Interpretation gewesen sein.
    Gerade in der katholischen und lutherischen Tradition ist das die gängige
    Ansicht.

    Aber seit Bonhoeffers Behandlung der Judenfrage sehe ich das anders.
    Es ist zu voreilig den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.
    Der neuttestamentliche Glaube muss alttestamentlich geerdet sein.
    Und auch die für uns relevante zweite Interpretation (alles im AT auf
    Christus hin) muss auf die ursprüngliche (auf Israel bezogen) folgen.
    Nicht das Ende vor dem Anfang sehen und überheblich werden.

    Außerdem behandelt Paulus die Frage im Römerbrief in Kapitel 9 – 11 recht
    ausführlich.
    Und er sagt in Römer 11, dass nicht ganz Israel verworfen ist. „Das sei
    ferne“
    Wenngleich ein großer Teil verstockt ist, wenngleich der alte Bund in Jesus
    an sein Ziel kam, Gott vergisst die Juden nicht.
    Ein kleiner heiliger Kern wird gerettet werden, einige „natürlichen Zweige“
    werden wieder eingetopft werden.
    Die Verstockung Israels wird zur Endzeit – wenn die Fülle der Heiden zum
    Heil gelangt ist – wieder enden. Dann werden auch sie Jesus als Messias
    erkennen.

    Die Gemeinde ist sozusagen nur ein Einschub in der Verheißung, eine kurze
    Zwischenzeit, in der durch Jesus auch Heiden geistlich gesehen zu Juden
    werden können.

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  2. Ich denke die Substitutionslehre, dass die Gemeinde anstelle Israels tritt ist ein Irrtum. Und sie war Grundlage für Jahrhunderte der Judenverfolgung, die letztlich im Holocaust mündete. Das hat seinen Grund. Wenn das Judentum verlischt ist das der beste Anti-Gottesbeweis. Dann hat er seine Versprechen eines ewigen Bunds nicht erfüllt.

    Das Bild, das Paulus wählt, ist ein anderes. Er geht davon aus, dass die Heiden in Christus in die jüdische Verheißung mit hineingenommen werden. Eingetopft werden.

    Aber ja, die Verheißung war nie nur für Israel. Darum erkannten sie Jesus nicht. Das finale Ziel war immer global. Erst die Juden und durch die Juden die Welt. (messianisches Friedensreich über alle Nationen)
    Dass die Juden erwählt sind hat denke ich symbolischen Charakter. Nicht Ägypten, Babylon oder Rom sondern beim Kleinen, Schwachen und Verachteten findet ihr Gott

    Gefällt 1 Person

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