Merkel beklagt zunehmende Tendenzen von Antisemitismus in Deutschland

Aber aber Frau Merkel!

Beginn der Koalitionsverhandlungen

Vielleicht war es nicht allzu hilfreich, eine große Anzahl von Menschen eines bestimmten Glaubens in das Land zu lassen, welche den Staat Israel für keine so gute Idee halten. 

Frau Merkel spricht von Schande. Für mich ist es auch eine Schande, dass immer mehr Muslime öffentlich gegen das Jüdische Volk protestieren und Kundgebungen veranstalten. In Berlin wurden Jüdische Fahnen verbrannt und die Polizei schritt nur zögerlich ein. In Schulen werden Jüdische Kinder drangsaliert und das überwiegend von Muslimischen Mitschülern.

Natürlich haben wir in Deutschland leider  Nazis und Judenhasser, also die ewig gestrigen,  daher möchte ich nur darauf hinweisen, dass die Zunahme von Antisemitismus mit dem Zuzug an Menschen, die tendenziell antisemtisch sind, korrelieren könnte.

Frau Merkel sollte aber den Antisemitismus nicht vergessen, der auch auf der linken Seite extrem ausgeprägt ist.

Rechtsextremisten, Islamisten und Mitläufer hetzen gegen Juden in Deutschland. Es gibt immer mehr Vorfälle. Experten vermuten ein „rechts verzerrtes Bild“ über Tatmotivation und Täterkreis – und eine größere Rolle von Islamisten. Die Experten belegen dies durch Umfragen unter Juden in Deutschland, von denen acht Prozent angaben, Angehörige oder Bekannte seien „in den letzten zwölf Monaten“ körperlich attackiert worden; 36 Prozent sprachen von „verbalen Beleidigungen/Belästigungen“ und 52 Prozent von „versteckten Andeutungen“. Dazu die Autoren: „Besonders häufig wurden muslimische Personen als Täter angegeben: 48 Prozent der verdeckten Andeutungen, 62 Prozent der Beleidigungen und 81 Prozent der körperlichen Angriffe gingen nach dieser Einschätzung von muslimischen Personen aus.“
Antisemitismus gibt es quer durch alle Schichten… man braucht nur mal schauen, wie ruhig Politiker etc. bleiben was den türkischen Übergriff auf die Kurden betrifft.. wäre dies Israel statt der Türkei hätte sich die UN schon längst zu Wort gemeldet
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Guten Freunden verkauft man Panzer

354 Leopard-2-Kampfpanzer hat Deutschland an die Türkei verkauft. Eine Einsatzbeschränkung wurde dabei aber nicht vereinbart. Das wäre möglich gewesen – wie Beispiele aus der Vergangenheit zeigen.

Die Militäroperation mit dem Namen „Olivenzweig“ der türkischen Armee gegen kurdische Truppen im Nordwesten Syriens sorgt auch in Deutschland für Proteste. Die Türkei hatte am Samstag mit Luftschlägen eine Offensivegegen kurdische Truppen im Nordwesten Syriens begonnen. Das Vorgehen zielt auf die mit den USA verbündeten kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG).

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Inzwischen scheint klar, dass die türkischen Streitkräfte bei ihrer Offensive offensichtlich auch in Deutschland produzierte und an den NATO-Partner Türkei verkaufte Kampfpanzer einsetzen. Ein Experte aus der Bundeswehr bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Bilder von der Militäroperation Panzer vom Typ „Leopard 2 A4“ zeigten.

Generell ist bei Rüstungsexporten eine Art Verwendungsbeschränkung der erworbenen Waffensysteme möglich. Einschränkungen für die Nutzung von Rüstungsgütern müssen genau in zwischenstaatlichen Vereinbarungen festgeschrieben werden. Dazu gehört etwa die Endverbleibsklausel, also quasi ein Verbot des Weiterverkaufs ohne Zustimmung des Ursprungslandes. In den zugrunde liegenden Verträgen hat sich die Türkei verpflichtet, gelieferte Waffen und sonstiges Gerät ausschließlich in Übereinstimmung mit Artikel 5 des NATO-Vertrages (Verteidigung gegen bewaffneten Angriff) einzusetzen.

Eine solche Verwendungsbeschränkung gab es Jahre später beim Verkauf der gebrauchten ehemaligen Bundeswehr-Panzer des Typs Leopard 2 an die Türkei aber offenbar nicht. Die damalige rot-grüne Bundesregierung verzichtete darauf – ebenfalls die Union bei einer Erweiterung des Vertrags im Jahr 2009. Man sah die Türkei politisch offenbar auf einem guten Weg und hielt eine Nutzungsbeschränkung für die Panzer für nicht notwendig. Resultat ist ja aktuell in Syrien und im Irak zu sehen. Da kann ich nur sagen Dankeschön Herr Gabriel und Co. Auch sieht Herr Gabriel keine Probleme darin, Minenschutz für türkische Panzer zu erlauben. Werden ja nur ehemalige Verbündete Kurden ob YPG oder PKK, die im Kampf gegen den islamischen Staat Unterstützung leisteten mit zerschossen, die Zivilisten nicht zu vergessen. Der moralische Kompass ist sowas von im Eimer, die finden nicht einmal ihren Weg aus der Latrine.

Auch wird Vorgehen der Türkei von den Medien kaum beachtet. Wie dem auch sei, es grenzt an Augenwischerei, wenn es von Gabriel, DeMaiziere, Merkel etc. so dargestellt wird, als hätten Rüstungsexporte in jedem Fall eine moralische Bremse.

 

 

Scheidung? Klar kann ja vorkommen!

Auch im Bekannten und Freundeskreis. Was tun? So fragte meine Frau heute. “ Schick doch eine Glückwunschkarte!“ Arrgh Fettnapf, dicker Fehler von mir und die typische Frauenantwort “ Werde endlich erwachsen, sowas schickt sich nicht. “ Erwachsen? War ich schon, ist Kacke“ ….Naja Stress vorprogrammiert. Meine Stunde sollte noch kommen, beim einkaufen.

 

Im Laden Glückwunschkarten, zu Hauf nur keine zur Scheidung. Meine Frau am stöbern und den Wagen vollpacken und da man sich hier kennt im Dorf, eine Anfrage an Doris einer Mitarbeiterin. „Sag mal Doris, der ganze Ständer hier voller Glückwunschkarten, Geburt – Taufe – Geburtstag – Hochzeit – Trauerfall (ok dazu gratulieren wäre selbst mir zu makaber) usw., nur keine Scheidungskarten“  Doris von Natur aus ein fröhlicher Mensch brüllte los und kam aus dem lachen nicht mehr raus. War ja nicht schlimm, aber meine Frau hatte es mitbekommen und schnöderte „Du bist heute echt peinlich“ Warum? erwiderte ich? Wegen der Nachfrage einer Scheidungskarte? Ok, verfasse ich eine. Wie wäre es mit Sucht sich ganz fix dann einen Neuen, um sich an diesem zu erfreuen, damit dem Körper und der Seele es nicht an Wohlbefinden fehle … oder Der Ex ist weg du kann dich freuen vielleicht schenkt Dir der Osterhase einen Neuen.

werdvernünftig

Na denn der Tag ist erst mal gelaufen und ich spiele mit dem Gedanken das  Standesamt mal anregen, diese Karten gleich bei der Eheschließung auszuteilen. 😉

 

Gestern im ZDF

Ich mag es eigentlich garnicht schreiben, aber……..egal was solls.

Gestern lief „Ein Herz für Kinder“ (Was ja eigentlich jeder hat, dass Herz für Kinder ist gemeint) im ZDF und ich wurde von meiner Frau genötigt so ab und an mal hinzusehen und zwei tolle Menschen sind mir positiv aufgefallen, einer, der Erzengel Siggi Pop Gabriel negativ.

Die erste war Sarah Connor, ihres Zeichens Sängerin, die eine syrische Mutter mit ihren fünf Kindern aufgenommen hat und eigentlich nicht wollte das es in den Medien publik wird, as ich ihr auch Glaube, aber wie es eben so ist, “ der Liebe Gott sieht alles, die Nachbarn sehen (und hören) noch mehr“. Helm ab und Danke an Sarah und Familie, da bist Du ein tolles Beispiel.

 

sarah-connor

 

Die beste aber war Karoline Mayer, Missionarin und Entwicklungshelferin aus Eichstätt, die nach ihrem Abitur den Steyler Missionsschwestern beitrat von wo aus sie  1968 in die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile entsandt wurde. Sie begann im selben Jahr Medizin zu studieren und absolvierte von 1969 bis 1973 eine Ausbildung zur Krankenschwester an der Medizinischen Fakultät der Universidad de Chile. Der Orden untersagte ihr den Beruf der Ärztin, weshalb sie ihr Studium als Universitätskrankenschwester abschloss.

Katolin Meyer

Im Jahre 1972 wurde sie von einigen Kommilitonen auf die schlechten Lebensbedingungen der chilenischen Unterschicht aufmerksam gemacht. Dies nahm sie zum Anlass, ihr Leben den Armen zu widmen. Noch im selben Jahr zog sie in das Armenviertel Areas Verdes. Hier begann sie in einer staatlichen Krankenstation Patienten ohne Gegenleistung zu behandeln. In der Folgezeit gründete sie einen Kindergarten (Naciente) und eine Volksküche.

Ab 1974 baute Mayer das Armenviertel Angela Davis mit auf und übernahm im selben Jahr die Leitung der Gemeinde Jesus Sol Naciente, die sie zusammen mit einem französischen Missionar gegründet hatte. Keine vier Jahre später entstand die kirchliche Hilfsorganisation Fundación Missio, deren Präsident Jorge Hourton, der damalige Regionalbischof von Santiago Norte war. Karoline Mayer war bis 1988 Geschäftsführerin der Organisation. 1973 trat Karoline Mayer aus dem Steyler Orden aus und rief die Comunidad de Jesús ins Leben, eine geistliche Wohngemeinschaft. Sie zog mit Schwester Maruja Jofré in ein Haus in das Armenviertel Quinta Bella. 1999 gründete die Comunidad de Jesús, die Fundacion Cristo Vive Bolivia, eine Hilfsorganisation für Arme in Bolivien. Dort haben sich seither zwei Frauen der Gemeinschaft angeschlossen – vier weitere machen gerade ihr Noviziat. Karoline Mayer betätigte sich aktiv im Widerstand gegen die Militärdiktatur von General Augusto Pinochet. Sie versteckte viele Regimegegner oder verhalf ihnen zur Flucht ins Ausland. Sie erhielt dafür zahlreiche Morddrohungen und wurde einmal verhaftet, auf Intervention des Erzbischofs und aus diplomatischen Kreisen jedoch wieder freigelassen. Quelle: Wiki

Meine Hochachtung an diese Frau und ihre Aufopferung für ihren Dienst am Menschen in einem Land wo es nicht unbedingt ungefährlich ist bzw, war und da komm ich dann auch gleich zu unserem Siggi Pop Gabriel der die Laudatio für Karoline Mayer vortrug und dabei auch die Militärdiktatur von General Augusto Pinochet erwähnte und wie gefährlich es für Kaoline Mayer war.

SG

 

Schade das er nicht erwähnt hat, wer diesen Pinochet an die Macht geputscht hat, es war unsere demokratische USA, die am 11. September 1973 maßgeblich an dem Militärputsch beteiligt war, und so auch für den Tot von schätzungsweise mehr als schätzungsweise 5000–30.000  Menschen mitverantwortlich ist. Henry Kissinger, damals Nixons nationaler Sicherheitsberater, erklärte: “Ich sehe nicht ein, warum wir tatenlos zusehen müssen wie ein Land kommunistisch wird, nur weil seine Bevölkerung verantwortungslos ist.” Über die nächsten drei Jahre bombten und zerstörten von der CIA unterstützte Terroristen die staatliche Eisenbahn, Kraftwerke und die wichtigsten Verkehrsverbindungen, um Chaos zu verursachen und die Funktionsfähigkeit des Landes zu zerstören. Das Ziel war, wie Nixon es befahl, die “Wirtschaft zum Schreien zu bringen”. US-Konzerne wie IT&T nahmen auch an dem Versuch teil, das Land zu destabilisieren.

Wie man sieht, es sind immer massgeblich Regierungen  anderer Länder beteiligt gewesen wenn es um Tot, Elend und Verderben ging und darum habe ich auch eine Hohe Achtung vor Menschen wie eben in diesem Fall  Karoline Mayer die sich nichteinschüchtern lies und bis heute ihre sich selbt gestellte Lebensaufgabe fortsetzt.

Ein patriotischer Schub

Es dauerte zwölf Minuten lang, bis die Namen aller 130 Attentatsopfer des 13. November verlesen waren vom Attentat in Paris verlesen waren. Zwei Lautsprecherstimmen wechselten einander ab, Vornamen, Namen und Alter der Erschossenen zu nennen.

Trikolore Paris

Vor der Gedenkfeier hatte er seine Landsleute gebeten, Fenster und Balkone mit der rot-weiß-blauen Trikolore zu beflaggen. Vielleicht brauchten die Franzosen diesen „patriotischen Schub“, um den Schrecken zu überwinden.

Zugleich wählte der französische Präsident schon im ersten Satz deutliche Worte an die Adresse der „Horde von Mördern“, die einen „Akt des Krieges“ begangen habe: „Diese Bewährungsprobe hat uns schwer getroffen, aber sie wird uns stärker machen. Frankreich wird die fanatische Armee, die diese Verbrechen begangen hat, zerstören.“

Ob Trikolore, Marseillaise oder markige Worte des Staatschefs: Frankreich lebte schon immer mit – und zum Teil auch von – seinen nationalen Symbolen. Wegen der für die Republik so wichtigen Revolution des Jahres 1789 hat auch die Linke keine Berührungsängste damit.

Schaute man sich die Häuserfassaden an, drängte sich allerdings der gleiche, fast schon soziolo gische Befund wie bei den Charlie-Hebdo-Attentaten von letztem Januar auf: Ganze Banlieuezonen nahmen kaum an der Trikolore-Aktion teil. An den riesigen Wohnsilos der Immigrantenviertel prangte großenteils keine einzige Flagge. Doch auch andere Franzosen weigerten sich, Hollandes Appell zu folgen. Im Lokalblatt Le Parisien erklärte ein Beamter trotzig, er lasse sich von der Regierung nicht vorschreiben, was er zu tun habe. Eine 73-jährige Dame verwandte sich zudem gegen „den Eindruck einer politischen Vereinnahmung“.

In der Tat war die ganze Gedenkfeier im Hof des Invalidendoms ganz auf Hollandes Auftritt ausgerichtet. Der Sozialist erhielt, oder gab sich , als Einziger das Wort; alle anderen Politiker, Expräsidenten oder Parteichefs, darunter Nicolas Sarkozy und Marine Le Pen, hatten nur eine schweigende Statistenrolle. Der Präsident verbucht seit den Terroranschlägen ein Umfrageplus von sieben Prozent. An den beiden ersten Dezemberwochenenden finden in Frankreich Regionalwahlen statt, bei denen das Hollande-Lager dennoch mit einer Schlappe rechnen muss. In den Umfragen liegt der rechtsextreme Front National (FN) mit knapp 30 Prozent vor den konservativen „Republikanern“ mit rund 28 Prozent  und weit vor Hollandes Sozialisten mit 22 Prozent.

Wie immer das übliche Patriotismus-Gehabe in so einem Fall der natürlich politisch ausgeschlachtet wird. Wenn eine Nation scheinbar angegriffen wird, schart sie sich um ihre Führung.

Und schon steigen die Beliebtheitswerte des Präsidenten trotz massiven Versagen allerorts oder etwa der Rekordarbeitslosigkeit.

Bedenklich nur dass wir es zulassen dass unsere Trauer und wohl auch Wut politisch instrumentalisiert wird. Nicht nur um vom eigenen Versagen abzulenken, sondern auch um, sozusagen als angenehmer Nebeneffekt, Maßnahmen durchzusetzen die ansonsten undenkbar wären ( z.B. Einschränkung der Bürgerrechte).

Dienstagnachmittag in der Avenue Mohamed V in Tunis

Und wieder einmal Bilder des Schreckens, die am Dienstagnachmittag die Avenue Mohamed V in Tunis zu sehen waren. Ein Selbstmordattentäter war kurz nach 17 Uhr in einen Bus der Präsidentengarde gestiegen und hatte sich in die Luft gesprengt. Zwölf Soldaten kamen ums Leben, 20 Personen, unter ihnen vier Zivilisten, wurden zum Teil schwer verletzt. Am Mittwoch fand die Polizei in dem Wrack Reste einer weiteren Leiche.

Tunis Anschlag Bus

Staatspräsident Beji Caïd Essebsi verkündete den Ausnahmezustand für mindestens 30 Tage und verhängte über den Großraum Tunis eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis fünf Uhr in der Früh. Der Staatschef, der seinen Schweiz-Besuch absagte, versuchte die Bevölkerung zu beruhigen: „Ich will dem tunesischen Volk versichern, dass wir den Terrorismus besiegen werden.“

Es war der erste schwere Anschlag in der tunesischen Hauptstadt, seit im März ein bewaffnetes Kommando das Bardo Museum überfiel. Dabei kamen 21 Touristen und ein Polizist ums Leben. Im Juni drangen Bewaffnete in ein Hotel im Badeort Sousse ein und erschossen 38 Touristen. Seither bleibt der Tourismus vielerorts aus, über 70 Hotels haben den Betrieb eingestellt. Zu beiden Anschlägen bekannten sich Gruppen des „Islamischen Staates“ (IS).

Tunesien ist mit rund 3000 meist jungen Rekrutierten das Land, das die meisten ausländischen Kämpfer in den Reihen des IS in Syrien, dem Irak und Libyen stellt. Rund 300 von ihnen sollen, so Schätzungen der Sicherheitsbehörden, zurückgekommen sein. In den letzten Monaten wurden die Grenzkontrollen verstärkt. Tunesiens Verteidigungsministerium lässt derzeit von einem US-amerikanischen Unternehmen für über 30 Millionen Euro Kampfflugzeuge und Hubschrauber modernisieren.

Wie beruhigend, modernisieren. Das macht es natürlich sicherer. Es benötigt dringendst eine internationale Allianz um diese Gestalten herauszufiltern, mit allen verfügbaren Mitteln. Es bringt doch so gut wie nichts, wenn z.B. wie zuletzt erst geschehen Rakka massiv bombardiert wird, die Terroristen dann aber einfach weiter in den Irak ziehen können oder von Mali in die Nachbarländer.
Auch kann es nicht sein dass immer nur die was tun die im Moment aktuell betroffen sind (z.B. aktuell Frankreich, Tunesien) und die andern stecken den Kopf in den Sand bis ihnen dann wieder selber was passiert. 

Und was wir vor allem auch brauchen, eine ehrliche und breite Debatte über den Islam in der westlichen Gesellschaft, die Sympathie für die Radikalen ist erschreckend hoch, Europa ist friedlich und soll so blieben, man soll zu unseren Werten und unserer Lebensweise stehen oder kehrt machen.

Frankreich setzt nach Anschlägen Menschenrechtskonvention teilweise aus

Nach den Pariser Anschlägen mit 130 Toten hat Frankreich die Europäische Menschenrechtskonvention teilweise ausgesetzt. Frankreich begründet die Maßnahme mit dem nach den Anschlägen vom 13. November ausgerufenen Ausnahmezustand, der mittlerweile auf drei Monate verlängert wurde. Dabei beruft sich die Regierung auf Artikel 15 der Konvention. Demnach können Unterzeichner von den Verpflichtungen „abweichen“, wenn „das Leben der Nation durch Krieg oder einen anderen öffentlichen Notstand bedroht“ wird und die Lage im Land das „unbedingt erfordert“. Ausgenommen ist davon allerdings das Folterverbot, das unter keinen Umständen ausgesetzt werden darf. Unter Berufung auf Artikel 15 könnte Frankreich beispielsweise die Inhaftierung eines Verdächtigen ohne richterlichen Beschluss rechtfertigen. Der Ausnahmezustand ermöglicht in Frankreich unter anderem Ausgangssperren, Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss auch in der Nacht und Hausarrest für Menschen, deren „Aktivität“ sich als „gefährlich für die Sicherheit und die öffentliche Ordnung erweist“. Außerdem können Versammlungsverbote verhängt und Konzertsäle und Kinos geschlossen werden.

Von Artikel 15 der Menschenrechtskonvention haben in der Vergangenheit bereits andere Mitgliedsstaaten des Europarats Gebrauch gemacht, die nach regionalen Unruhen und Konflikten vorübergehend einen Ausnahmezustand ausriefen – etwa die Türkei (1990), Georgien (2006) und Armenien (2008).

Ironie der Geschichte, man stelle sich Hollande noch vor wenigen Jahren vor, als er nachts mit seinen Motorroller durch Paris gefahren ist um seine Geliebte zu besuchen, le mouton enragé. Der etwas zahnlos, aber gutmütig, wirkende Politiker, dem immer ein wenig das Flair eines Kleinstadtbeamten anhängt.

Und dieses Schaf im Wolfspelz setzt jetzt jene Grundrechte ausser Kraft, die in den letzten Dekaden erst mühsam erkämpft wurden und mittels derer sich der Bürger zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte eine gewisse Sicherheit gegenüber der staatlichen Wilkür erhoffen konnte.

Das Erschreckende ist die Fragilität der Demokratie, alles was notwendig ist, war ein kleiner Stoß und schon bricht das Kartenhaus zusammen.