Angela Merkel das Chamäleon

Krisenkanzlerin, „Mutti“, Männermörderin, Moderatorin, mächtigste Frau der Welt: Angela Merkel hat Deutschland und der Welt viele Facetten gezeigt. Am Sonntag feierte sie in der schwierigsten Phase ihrer bisherigen Amtszeit das  Zehn-Jahr-Jubiläum als deutsche Bundeskanzlerin.

Am 22. November 2005, wurde Merkel im Deutschen Bundestag vereidigt, nach 10 Jahren ist sie immer noch da.

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Merkel war als CDU-Oppositionschefin mit großen Versprechungen angetreten. Eine für alle Bürger gleich hohe Kopfpauschale wollte sie in der Krankenversicherung einführen. Das Steuersystem solle so vereinfacht werden, dass eigentlich jeder Steuerberater arbeitslos hätte werden sollen. Denn die jährliche Steuererklärung hätte, wie es Merz einmal formulierte, auf einen Bierdeckel passen sollen. Nichts davon ist umgesetzt worden.

Man kann und darf, ich tue es jedenfalls, Merkel vorwerfen, jetzt zehn Jahre Kanzlerin zu sein, aber noch keine einzige Leistung von wirklich historischem Wert vollbracht zu haben. Konrad Adenauer (CDU) hatte nach dem Zweiten Weltkrieg den ehemaligen „Paria“ Deutschland zurück in die internationale Staatengemeinschaft geführt, Willy Brandt (SPD) hat für seine Politik der Ostöffnung sogar den Friedensnobelpreis bekommen. Sein Nachfolger, der eben verstorbene Helmut Schmidt (SPD), wies die RAF in die Schranken, Helmut Kohl (CDU) ist der Kanzler der Einheit. Und der Name von Gerhard Schröder (SPD) wird für immer untrennbar mit jenen einschneidenden Sozialreformen verbunden sein, die Deutschland wirtschaftlich wieder fit machten.

Merkels Politik wird zunehmend undurchschaubarer und willkürlicher. Wohin sie Europa und Deutschland steuert oder wohin  Europa und Deutschland durch ihre Politik gesteuert werden, dass steht in den Sternen.

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Muslime und die Distanzierung

Muslime grenzen sich von den Terroranschlägen ab, die vorgeblich im Namen des Islam verübt werden. So auch am Wochenende in Rom und Mailand. Hunderte Muslime zeigten ihre Distanz zum „Islamischen Staat“ und zu den von der Terrormiliz propagierten Inhalten. Zur Veranstaltung aufgerufen hatten drei der größten muslimischen Gemeinschaften in Italien. „Not in my Name“-Schilder wurden von den Anwesenden in die Höhe gehalten. Auch Slogans wie „Keep Calm I’m Muslim not a Terrorist“ oder „Islam is Peace“ waren zu lesen.

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Die Erfinder der Kampagne #NotInMyName ist die Organisation Active Change Foundation, die ihren Sitz in London hat. Der Hashtag #NotInMyName tauchte zum ersten Mal im Herbst 2014 auf, als die Macht des IS in Syrien und im Irak zunahm. Damals wurden die ersten Videos, die Enthauptungen von IS-Geiseln zeigen, veröffentlicht, und der Druck auf Muslime, sich von Terrororganisationen zu distanzieren, die vorgeben, im Namen des Islam zu agieren, stieg. Seither taucht der Hashtag jedes Mal verstärkt in den sozialen Medien auf, wenn der IS Anschläge im Namen des Islam durchführt. So auch in der vergangenen Woche nach den Terrorattacken in Paris.

Aber nicht nur Menschen in sozialen Netzwerken treten gegen die Gleichsetzung von Islam mit den Terrorangriffen des IS auf. Muslimische Verbände in Deutschland, Frankreich, Großbritannien – um nur ein paar Länder zu nennen – verurteilten die Anschläge umgehend. Auch aus mehrheitlich muslimischen Ländern kamen ausdrückliche Distanzierungen zum IS-Terror.

Es gibt auch muslimische Stimmen, die dafür plädieren, das Konzept der Unfehlbarkeit des Koran zu überdenken, um Angriffen, wonach sich Terroristen immer wieder auf Textstellen des Koran beziehen, den Boden entziehen zu können.

Ein Youtube-Video, das derzeit wieder verstärkt in sozialen Netzwerken die Runde macht, ist ein Interview des iranisch-amerikanischen Autors und Religionssoziologen Reza Aslan auf CNN.

Dieses Interview fand bereits Ende 2014 statt und schlug schon damals mediale Wellen. Aslan vertritt in diesem Gespräch die Ansicht, dass der Terror nichts mit dem Islam als Religion zu tun habe. Er bezeichnet die CNN-Nachrichtenmoderatorin, die fragt, ob es einen gemeinsamen roten Faden im Justizsystem oder bei weiblicher Genitalverstümmelung in muslimisch geprägten Ländern gebe, als „dumm“. Aslan besteht darauf, dass es nicht möglich sei, alle muslimischen Länder in einen Topf zu werfen. Natürlich gebe es Probleme in einzelnen Ländern, diese wären dann aber Probleme des jeweiligen Landes und hätten nicht ursächlich etwas mit dem Islam zu tun. Für die Bezeichnung „dumm“ entschuldigte sich Aslan später auf Twitter.

Die Aufforderung an Muslime, sich vom Terror zu distanzieren, ist nicht neu. Auch nach 9/11 gab es in den USA immer wieder Aufforderungen zur Distanzierung von den Terrorangriffen. Und auch damals gab es unzählige Verurteilungen dieser Attacken von muslimischer Seite.

Meine Meinung bzw. mein momentanes Gefühl über das Problem der Muslime mit der Distanzierung: Man glaubt ihnen nicht. Ich erinnere mich an das tausendfache Gepfeife letzte Woche während der Gedenkminute im Istanbuler Stadion vor dem Freundschaftsspiel. Das habe ich als wirklich schlimm empfunden.

Auch denke ich, dass der Koran und seine Auslegung eines der Probleme ist. Weil die Menschen grundsätzlich einfältig und gutgläubig sind, plappern sie auch Schräges nach. Manchmal setzen sie sogar ihr Leben ein – für ein versprochenes, besseres im Jenseits. Es ist ja nett dass sich ein paar Demonstrantinnen wie oben auf dem Bild zu sehen distanzieren, nur leider haben Frauen im Islam nichts zu melden.

NATO glaubt Ankara Darstellung

Nach dem Abschuss der Suchoi SU-24 macht sich die NATO die Ankara Darstellung zu eigen, wonach der russische Bomber in den türkischen Luftraum eindrang und daraufhin nach wiederholten Warnungen von der türkischen Luftwaffe abgeschossen wurde.

Für mich unverständlich und zwar aus folgenden Gründen:

Wie ist es möglich 5 Minuten lange zu warnen wenn die Maschine nur wenige Sekunden im türkischen Luftraum war? War die Maschine im Fußgängermodus?

Der Nachrichtensender CNN Türk hat einen sogenannten Radar-Plot veröffentlicht, der die Flugbahnen der beteiligten Flugzeuge zeigen soll. Die Quelle ist das türkische Militär.
Bundeswehr-Kampfpiloten haben erklärt, dass der Plot authentisch aussieht.

Sollte er das Geschehen korrekt wiedergeben, hätte die Su-24 nur etwa drei Kilometer über türkischem Gebiet zurückgelegt. Für eine solche Strecke bräuchte der Kampfjet 10 bis 15 Sekunden, das türkische Militär entlarvt sich dadurch selbst.

Denn das durchführen des 5 min langen warnens impliziert nach außen hin ein ebensolch langes Eindringen in ihren Luftraum. Ja selbst die NATO selbst bestätigt daß es nur wenige Sekunden waren. Ein Sprecher des US-Militärs bestätigte, dass die russischen Piloten über Funk zehnmal gewarnt worden seien: „Wir konnten alles mithören.“ Wahr ist offenbar aber auch, dass die Su-24 nur wenige Sekunden im türkischen Luftraum war.
Das bestätigte ein Nato-Insider nach dem Sondertreffen des Nordatlantikrats, das direkt nach dem Vorfall in Brüssel einberufen worden war. Ein US-Regierungsvertreter hatte sich zuvor ähnlich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters geäußert.

Ich frage mich, welch falsches Spiel spielt Ankara? Der Türkei scheint ihre Art der Lösung in der Kurdenfrage wichtiger als alles andere zu sein. Selbst eine Konfrontation mit dem ihm freundschaftlich gesonnenen Nachbarn Russland nimmt man in Kauf.

 

Stell Dir vor es ist Krieg

Ich finde das Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin immer wieder interessant weil es so nicht stimmt und auch nichts mit einem Krieg zutun hat, Auch ist es nicht von Bertold Brecht. Hier eimal das angeblich von B.B. im ganzen:

Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.

Und weiter, dieses Zitat stammt gar nicht von Brecht, sondern wurde sinnentstellend vor ein Brechtgedicht montiert:
Zitat:”Sometime they’ll give a war and nobody will come – diesen von den Friedensfreunden aufgegriffenen Satz schrieb der Dichter Carl Sandburg 1936 in seinem Gedichtband The People, Yes.

Um die Aussage in ihr Gegenteil zu verkehren, dichtete ein anonymer Autor die Zeile “… dann kommt der Krieg zu euch” dazu und montierte das Ganze vor eine Passage aus Brechts Koloman Wallisch Kantate.

In der geht es aber überhaupt nicht um einen Krieg – sie ist dem österreichischen Revolutionär Koloman Wallisch gewidmet, der 1934 bei den Arbeiteraufständen ums Leben kam. Erst ab der Zeile “Wer zu Hause bleibt …” handelt es sich also um ein Brecht-Zitat.”
Die erste Zeile des erfundenen Zitats “Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin” ist eine Abwandlung einer Zeile aus dem 1936 veröffentlichten Roman “The People, Yes” des amerikanischen Schriftstellers und Poeten Carl Sandburg (1878-1967). Ein kleines Mädchen äußert darin beim Vorbeiziehen einer Truppenparade die hypothetische Überlegung: “Sometime they’ll give a war and nobody will come”1 (deutsch: “Einmal werden sie einen Krieg geben, und keiner wird kommen”). “Groucho” (Julius Henry) Marx (1895-1977) von den legendären “Marx Brothers” behauptete allerdings in seiner Autobiografie “Groucho and Me”, dass Carl Sandburg zahlreiche Anekdoten und Zitate gesammelt habe und diesen Ausspruch wiederum von seinem amerikanischen Schriftsteller-Kollegen Thornton Wilder (1897-1975) übernommen haben soll. ? Die zweite Zeile “dann kommt der Krieg zu Euch” ist auf jeden Fall eine freie Erfindung unbekannter Herkunft. “. Das interessante ist, dass Brecht in dem Teil, der WIRKLICH von ihm stammt NICHT von Krieg, sondern von KAMPF redet.

Er meint hier den Arbeitskampf oder den Kampf für eine gerechte Sache, der nicht von physischer Gewalt begleitet sein muss.

Der Teil des Gedichtes, der von Brecht stammt lautet: “Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat”

Hier kann jeder Streik der Metallarbeiter für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen gemeint sein.

Man sieht:
Besonders tote Dichter werden gerne zu Rechtfertigung der eigenen Ziele und Meinungen eingesetzt und missbraucht. Jedes Zitat muss zuück in den Zusammenhang gestellt und daraufhin untersucht werden, inwiefern es manipulativ entstellt und benutzt wird. 🙂

Sultan Erdogan und der Abschuss

Erdogan wirkt neben Putin nicht nur wie ein Sonderschüler, er verhält sich auch noch so. In einem heute von der türkischen Botschaft in New York abgeschickten Brief an die UN befand sich die russische Maschine gerade mal 17 Sekunden im türkischen Luftraum. Flug-Radar-Türkei

Anhand des Flightradar der Türkei, rot russische SU-24.

Sie flog mit einer Geschwindigkeit von Mach 1.5 duch das nette kleine blaue gespitzelte.

Einmal redet die Türkei von 5 Miuten, im Schreiben an die UN von 17 Sekunden.

Ich denke mal da wird sich die NATO fein raushalten. Erdogan kriegt Assad (der ihm persönlich überlegen ist) als Gegenspieler in der Region einfach nicht weg, das könnte auch einer der Gründe des Sultans sein.

Bisher hat sich Erdogan im Syrienkrieg schon als Unterstützer des IS und Bombardierer der PKK betätigt. Nun schreckt er nicht einmal davor zurück, den Konflikt auch in die Nato hineinzutragen. Er ist ein Zündler ersten Ranges. Aber ich glaube nicht, dass seine Strategie, den Konflikt weiter zu komplizieren, aufgeht, da Putin den anschein erweckt, dass er weis, was er tut.

Was ist eigentlich die EU?

Das ist die Frage, die ich mir stelle. Sicherheitsbündnis? 24 NATO Staaten + 4 Nicht-NATO? Währungsunion? 19 EURO + 9 Nicht-EURO  „Bewegungsunion“? 22 Schengen EU – 6 Nicht Schengen EU dafür 4 Schengen Nicht EU Union bei Justiz und Innerem? Bei der Quotenverteilung für Flüchtlinge sind 25 EU Länder dabei, 3 sind per Vertrag davon ausgenommen. Die Liste ließe sich noch um andere Bereiche beliebig erweitern. Es sieht mehr nach Rosinen picken und Flickenteppich als nach einer „Union“ aus.

Was ist eigentlich die EU

Ein Traum von z.b. den Grünen und den Neos ist ein Europa ohne Grenzen. Regiert von Brüssel ohne nationale Politiker in den einzelnen Ländern, die der Entwicklung der EU nur im Wege stehen. Beispiel Orban, rechter Populist, Hetzer, wo man sich vor einiger Zeit an die Nazis erinnert gefühlt hat, als er die Züge, mit denen Flüchtlinge in Ungarn transportiert wurden, sah.

Wäre dieser Traum in Erfüllung gegangen würde da nicht „EU-Staaten vor schweren Kontroversen“ stehen,  sondern „Kommissionspräsident Juncker erklärt den EU weiten Ausnahmezustand, Bürgerrechte und Internet werden eingeschränkt, Ausgehzeiten sind einzuhalten. Militär und Videoüberwachung auf Bahnhöfen, Flughäfen, Innenstädten, öffentliche Plätzen…“

Nach den Nazis, den Kommunisten usw. immer noch Machtzentralisierung zu fordern sagt eigentlich schon alles. Das ist genau das Gegeteil von Demokratie, aber die die das fordern verkaufen sich als Vorzeigedemokraten.

Hollande lässt bomben

Frankreich hatte seine Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien nach den Anschlägen in Paris mit 130 Toten verstärkt und die „Charles de Gaulle“ mit ihren 26 Kampfjets ins östliche Mittelmeer beordert. Nach den Anschlägen in der französischen Hauptstadt vor anderthalb Wochen starteten französische Kampfflugzeuge aus Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits eine Reihe von Angriffen auf Raka.

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Naja, immerhin hat Raka besondere strategische Bedeutung. Wenn sie Raka nicht mehr nutzen können, erschwert sich die Lage für den IS etwas. Wie sehr, wird sich zeigen müssen. Und auch ein in Toten gemessen ineffektives Bombardement kann natürlich den Feind hindern und zurückdrängen. Immerhin lobt Assad bereits die russische Unterstützung, welche dem syrischen Militär Landgewinne ermöglicht habe.

Jetzt rückt Iran mit Russland zusammen und will gemeinsam mit diesem Assad stützen. Ich sehe für den Westen die Felle davon schwimmen. Sie werden sich mit einer Restauration der alten Machtelite abfinden müssen.

Hollande sollte sich  vor der Schießwütigkeit Erdogans in Acht nehmen und nicht zu dicht an die türkische Grenze heran fliegen, auch wenn es ein NATO Mitglied ist. Auch sehe ich Syrien nicht mehr als Bürgerkriegsland, es ist eher der größte Truppenübungsplatz der Welt.