IS macht sich über Anonymous-Hacker lustig

Bisher haben die Anonymus-Hacker über 5.500 Twitter Accounts im Rahmen der „OpISIS“ lahmgelegt. Das Ziel der „OpISIS“ zeigt sich von diesen Drohungen bisher allerdings wenig beeindruckt, wie „Business Insider“ berichtet. So wurde über einen dem IS zugeordneten Kanal beim verschlüsselten Messenger Telegram eine Nachricht verbreitet, die sich über die Pläne des Hackerkollektivs lustig macht. Darin werden die Anonymous-Aktivisten als Idioten bezeichnet und die Frage aufgeworfen, was sie eigentlich hacken wollen. Alles, was ihnen bisher gelungen sei, sei, Twitter-Accounts und E-Mail-Adressen zu übernehmen.

Trotzdem geben die Terroristen in der sowohl auf Englisch als auch Arabisch verbreiteten Mitteilung Tipps, wie sich die eigenen Anhänger vor den Angriffen schützen können. So wird empfohlen, regelmäßig die IP-Adresse zu wechseln. Außerdem sollen die Terroranhänger mit keinen Nutzern auf Telegram oder über private Nachrichten auf Twitter reden, die sie nicht direkt kennen. Zudem wird den IS-Anhängern geraten, auf keinen Fall Links aus unbekannter Quelle zu öffnen. Auch die Nutzung von verschlüsselten VPN-Tunneln steht auf der Liste der IS-Ratschläge.

Die Ankündigung von Anonymus

Unterdessen zeigt die Angriffswelle von Anonymous erste Wirkung: Mehr als 5.500 Twitter-Accounts seien mittlerweile lahmgelegt worden, heißt es von den Hacktivisten. Zudem habe man mit DDoS-Angriffen einige dem IS zugeordnete Webseiten lahmgelegt. Ob all das wirklich relevante Auswirkungen auf die digitalen Aktivitäten des IS haben wird, muss sich allerdings erst zeigen. Klar ist lediglich, dass die Jihadisten sehr offensiv Onlineplattformen nutzen, um Anhänger zu rekrutieren und ihre Hassbotschaften zu verbreiten.

Sicherheitsexperten haben unterdessen Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Anyonymous-Operation angemeldet, berichtet die BBC – könnten die Diskussionen von IS-Anhängern doch damit vollständig in den Untergrund getrieben werden, was auch Geheimdiensten die Überwachung und Analyse erschwere.

Meine Meinung: Andere herabzuwürdigen hat ja bei jeder Glaubensrichtung und jeder sonstigen Fanatikergruppe Methode.Wenn jetzt aber die lächerlichen, vertrottelten IS-Fundamentalisten anfangen würden, sowas wie Humor (=lustig) zu entwickeln, dann müsste man wirklich Angst bekommen …

Weil das offensichtlich übersteigerte, humorlose Selbst- und Weltbild, das kein kritisches Hinterfragen der jeweiligen Doktrin zulässt, hat ja in totalitären Systemen Methode.

Daher finde ich alles verdächtig, was sich selbst so ernst nimmt, dass man es nicht persiflieren und darüber lachen darf, egal ob es sich um eine Fundamentalisten Gruppe, eine Religion, Fanatismus, oder patridiotischen Schwachsinn handelt.